About

Bereits seit der „Frühzeit des Internet“ in den 1990er Jahren wurden religiöse Themen auf Webseiten, in Newsgroups und auf Mailing Listen dargestellt und diskutiert. Mit dem Wandel der Technik bzw. deren geänderte Wahrnehmung durch ihre Nutzer sind in den letzten 3 bis 4 Jahren zu den meist eher statischen Webseiten, die bislang die religiöse Topographie des Internet dominierten, Anwendungen hinzugekommen, die gemeinhin unter den Begriffen „Web 2.0“ oder „Social Media“ zusammengefasst werden und derzeit dabei sind, die Darstellung und Wahrnehmung von Religionen im Internet nachhaltig zu verändern. Wie sehen diese Veränderungen aus und wie kann man sie untersuchen? Wie geht man mit diesen neuen Formen rezenter Kommunikationskultur um und wie sieht das Methodenspektrum zu ihrer Analyse aus?

Dieses Blog enstand als Experiment im Rahmen des religionswissenschaftlichen Proseminars „‚The Internet is the Trailer Park for the Soul‘ – Web 2.0-Anwendungen als religionswissenschaftlicher Gegenstand und religionsgeschichtliche Quelle“, eine digitale Erprobungswiese, die den Teilnehmer_innen unbefangen das Erproben von Web 2.0 ermöglichen sollte. Das Seminar widmete sich intensiv diesen neuen Webtechnologien und erarbeitete anhand ausgewählter Beispiele gemeinsam religionswissenschaftliche Zugangsweisen zu Social Media-Anwendungen wie Weblogs, Podcasts und Videocasts, Social Networking Sites und Video- und Fotoportalen. Der Praxisbezug stand im Vordergrund des Seminars. Methodisch orientierte sich das Seminar an rezeptionsgeschichtlichen bzw. diskursanalytischen Zugängen, deren Grundlagen und Anwendungsmöglichkeiten im Seminar vermittelt wurden. Das Proseminar war eine Kooperation zwischen den religionswissenschaftlichen Instituten an den Universitäten Heidelberg und Bremen, deren Studierende gemeinsam den Seminarblog führen und wurde von Kerstin Radde-Antweiler (Bremen) und Simone Heidbrink (Heidelberg) als Dozierende begleitet.

Mit dem Sommersemester 2009 geht der Weblog in eine neue Runde und wird nun die Seminare von Simone Heidbrink und Prof. Dr. Christiane Brosius (Heidelberg) zum Thema „Medienethnologie im „Global Village“. Interdisziplinäre Ansätze zur Ritualforschung in Virtuellen Welten“ sowie das Seminar „‚Mensch, wo bist du?‘ Religionswissenschaftliche Perspektiven auf das Event ‚Deutscher ev. Kirchentag'“ von Kerstin Radde-Antweiler (Bremen) begleiten und die studentischen Arbeiten zu beiden Themenfeldern dokumentieren.

  1. 03.03.2009 um 22:09

    Sehr netter und informativer Blog! Da musste ich doch gleich bei mir ein bisserl dafür werben: http://andreame.at/node/238

  2. 12.04.2009 um 21:22

    Bin gerade auf den Blog aufmerksam geworden und finde ihn sehr spannend mit interessanten Artikeln. Bin gespannt auf die Fortsetzung. Wir werden jetzt unter http://www.relpaed.uni-frankfurt.de die ersten religionspädagogischen Seminare in Second Life starten.

    Viele Grüße aus Frankfurt

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