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Archive for Juli 2009

„Wenn ich in den Himmel komme, kriegt Gott einen Arschtritt!“

29.07.2009 1 Kommentar

von Sandra Ahnen, Ahmed Al-Rashed, Lena Schad

„Meine Seele ist Frei!…“ und „Gott ist mein Licht…“ begrüßte uns am frühen Nachmittag die Musik auf dem Heidenspaß-Festival. Nein, es waren natürlich nicht die „Heiden“. Der Kirchentag als Nachbar war nicht zu überhören und übertönte in seiner Lautstärke einfach alles, was das Heidenspaß-Festival zu diesem Zeitpunkt zu bieten hatte.

Als wir das Schlachthofgelände betraten, waren wir uns zunächst nicht ganz sicher, ob das im voraus so provokant angekündigte Programm überhaupt schon begonnen hatte. Aufgrund der aggressiven Werbung der Organisatoren im Internet und der eindeutig anti-religiösen  Haltung der Plakate, hatten wir eine extrovertierte Atheistenfront erwartet. Tatsächlich aber saßen im Vorgarten des Schlachthofes auf Biergartenmöbeln vereinzelte Grüppchen, die Bier tranken und Waffeln aßen. Das Wetter war außergewöhnlich gut und schien nicht nur unsere, sondern auch die Stimmung der Besucher positiv zu beeinflussen.

Die so genannte Kinderparty war jedoch spärlich besucht. Obwohl die Band St. Pauli Rock n Roll Kids unter freiem Himmel eine gute und durchaus „niedliche“ Show lieferten, waren im besten Fall eine Hand voll Kinder dort.

Zwischen den Programmpunkten wie der Kinderparty und dem Vortrag zur Kirchenfinanzierung suchten wir unsere Interviewpartner. Insgesamt haben wir sechs fokussierte Interviews geführt, von denen wir die drei interessantesten vorstellen.

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Reflexion der Forschungsarbeit zum Thema Pro-Reli Initiative und die Form von Religionsunterricht auf dem DEKT

26.07.2009 Kommentare aus

von Claas Fraedrich, Dimitrios Kotrotsos und Olaf Schlepegrell

Wir sind drei Studenten der Religionswissenschaft, davon zwei Religionspädagogen, aus dem Seminar „Mensch, wo bist Du? Religionswissenschaftliche Perspektiven auf das Event „Deutscher ev. Kirchentag“ und werden hier unsere Erfahrung zu unserer ersten Feldforschung vorstellen.

Auf das Thema unserer Arbeit sind wir wegen unseres beruflichen Studienschwerpunktes und unserer Berufsperspektive gekommen.

Zuallererst mussten wir uns für ein Thema entscheiden, um unsere Forschungsfrage zu entwickeln. Feldforschung war für uns alle Neuland und haben deshalb unsere erste Forschungsfrage “Was halten Sie von der Pro – Reli – Initiative und der Entscheidung in Berlin?“ zu weit gestellt. Unser brain-storming hatte zwei Richtungen fokussiert, zum einen Themen, die uns das Programm zum Kirchentag vorgab, zum anderen unser persönliches Interesse. notizen_gruppe4Wie schon im Titel unserer ersten Forschungsfrage enthalten, wollten wir Bezug nehmen auf die Debatte in Berlin zum Religionsunterricht . Als Gruppe informierten wir uns über die Diskussion in Berlin zur Pro-Reli Initiative bei Spiegel Online und Zeit.de.Wir hatten Hoffnung, dass unsere Recherche sich positiv auf die Interviewverläufe auswirkt. Wir nahmen an, dass unsere Interviewees über die in Berlin geführte Debatte informiert sind. Unsere eigene Vorbereitung hätte dann den Interviews mehr Tiefe gegeben, da wir inhaltlich gut vorbereitet wären. Es stellte sich aber heraus, dass unsere Vorbereitung in keinem Interview gefordert war. Hätten wir mehr Erfahrung in Feldforschung gehabt, hätten wir das brain-storming noch enger gefasst und wir hätten effektiver recherchiert.

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„Feierabendmahl – Mensch, wie geht das ?“

23.07.2009 Kommentare aus

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von Elisabeth Budig und Urszula Hecht

„Mensch, worum geht es?“

Das Feierabendmahl  war Gegenstand unsere Feldforschung. Dieses Thema begegnete uns in dem Seminar von Frau  Radde-Antweiler „Mensch, wo bist du? -Religionswissenschaftliche Perspektiven auf das Event „Deutscher
ev. Kirchentag.“
Die Frage die sich erhob war, ob alle evangelischen Glaubensgemeinschaften an diesem Feierabendmahl teilnehmen würden. Daraus entwickelten wir als Gruppe folgende Forschungsfrage:

„Warum feiern einige Gemeinden das Feierabendmahl im Rahmen des Deutschen Evangelischen Kirchentages, andere Gemeinden aber nicht?“

In unserem Essay „Untersuchung zum Feierabendmahl auf dem Kirchentag in Bremen“ haben wir die Fragen und die Methodenwahl vorgestellt.
Auch in unserem zweiten Artikel beschrieben wir ausführlich die Eindrücke, die wir während der Interviews und der Teilnahme am Feierabendmahl sammeln konnten.

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Reflexion von religiöser Verantwortlichkeit gegenüber dem Klimawandel

20.07.2009 Kommentare aus

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von Maria Danziger

Während meines Feldforschungsprojektes zum Thema Klimawandel auf dem ev. Kirchentag 2009 in Bremen , welches ich bereits in meinen vorhergehenden Essays (1 und 2) vorgestellt habe , versuchte ich meine Forschungsfrage „Fühlt sich ein gläubiger Mensch verantwortlich für die immer häufiger auftretenden Klimakatastrophen?“ zu beantworten.
Dazu plante ich zunächst auf dem Kirchentag einige problemzentrierte Interviews, sowie eine teilnehmende Beobachtung, durchzuführen. In der Durchführung zeigte sich dann bereits, dass mir die Interviews bei weitem hilfreicher waren, um auf ein Ergebnis zu kommen.

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„Mensch, warum kommst du?“ Ergebnisse der Feldforschung zur Motivation der Kirchentagsbesucher

17.07.2009 1 Kommentar

von Susanne Morgenstern und Julia Zill

Der Rückblick:

Für all diejenigen, die unsere ersten beiden Essays ([1] [2]) nicht gelesen haben, gibt es an dieser Stelle einen kleinen Rückblick über unser Forschungsvorhaben, unseren Untersuchungsgegenstand, unsere Forschungsfragen und unsere Methoden:

Im Rahmen des Seminars: Mensch, wo bist du? Religionswissenschaftliche Perspektive auf das Event „Deutscher evangelischer Kirchentag“, haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, eine Feldforschung auf dem diesjährigen Kirchentag in Bremen durchzuführen. Da eine komplette Analyse des gesamten Feldes eindeutig zu umfangreich gewesen wäre, haben wir uns als Untersuchungsgegenstand den Eröffnungsgottesdienst am Mittwoch, den 20.05.2009 auf der Bürgerweide ausgesucht. Zur Befragung der Leute, die diesen Gottesdienst besuchten, haben wir uns vor ab zwei Fragen überlegt, eine allgemeine zum Kirchentag und eine direkt zum Eröffnungsgottesdienst selbst. Für die Durchführung haben wir folgende Methoden verwendet: in einer teilnehmenden Beobachtung benutzten wir sowohl Fragebögen, als auch fokussierte Interviews. Im Folgenden werden wir Euch nun die Ergebnisse der gerade zusammengefassten Feldforschung präsentieren.

Die Auswertung Teil I:

Insgesamt haben wir 14 Besucher befragt, davon haben uns elf Personen unseren vorgefertigten Fragebogen beantwortet und drei Personen haben mit uns ein fokussiertes Interview durchgeführt. Die genaue Zusammensetzung sieht folgendermaßen aus:

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