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Feldforschungserfahrungen beim Kirchentag zum Thema religiöse Verantwortlichkeit im Rahmen des Klimawandels

08.06.2009

 

von Maria Danziger

 Meine Feldforschung, welche ich in diesem Essay näher beschreiben werde, bezog sich auf das Thema Klimawandel im Umfeld des Kirchentags. Insbesondere habe ich aus Zeitgründen nur das Programm der Tage Donnerstag und Freitag  einbezogen.

Im Groben und Ganzen habe ich mich an meinen Plan, den ich in meinem ersten Essay bereits dargelegt habe, gehalten.

 

Feldforschung am Donnerstag

DSC00224Meine Feldforschung begann also am Donnerstagvormittag, wobei ich als erstes die Messestände in Halle 6 besuchte. Es gab mehrere Stände und Ausstellungen zum Thema Klima auf dem ganzen Kirchentag verteilt. Ich habe mich jedoch im Besonderen auf die in Halle 6, welche sich auf dem Messegelände Bremen befindet, konzentriert.  Dort verfolgte ich, in einer teilnehmenden Beobachtung, eine interessante Vortragsreihe zum Thema „Klimaschutz und Mobilität“ auf der dortigen Bühne. Die Stimmung war gut, es waren viele Leute dort. Alle Vorträge u. ä. wurden mit Musik eingeleitet und beendet, um die Atmosphäre zu lockern und das Interesse auf die Bühne zu lenken.

Während der Vorträge ließ ich mein Aufnahmegerät laufen und machte mir einige Notizen, welche ich auch gut für mein Thema verwenden konnte. Allerdings kann man auf der Aufnahme kaum etwas verstehen, denn die Halle war relativ voll und es war laut, was die Akustik für das Aufnahmegerät sehr beeinträchtigte. Nach den Vorträgen konnte ich an den Ständen einige Infomaterialien mitnehmen und auch Leute befragen, was ich allerdings, aus genannten Gründen, nicht aufnahm. Für mein Thema war der Besuch der Halle 6 sehr informativ.

DSC00226Am Abend ging ich dann wie geplant zu der Podiumsdiskussion „Welche Maßnahmen braucht ein gerechtes Klima?“ im Musical Theater Bremen. Zur Unterstützung hatte ich eine Freundin dabei, die für mich Notizen machte. Das war sehr hilfreich, denn es verschaffte mir einen besseren Überblick.

Leider hingen überall Schilder, dass Fotos und andere Aufnahmen nicht gestattet sind, weshalb ich keinen Mitschnitt machen konnte. Doch mit meinen Notizen und denen meiner Freundin habe ich trotzdem genug Material zu meinem Thema mitnehmen können. Es kamen drei verschiedene Redner zu Wort, Prof. Herbert Girardet, Dr. Vandana Shiva und Jakob von Uexküll, wobei eine der angekündigten Rednerinnen, Frau Bianca Jagger, fehlte, was jedoch nicht angesprochen wurde. Nachdem jeder dieser Redner einen Vortrag zu seinem speziellen Gebiet des Klimawandels gehalten hatte, konnten die Zuhörer Fragen stellen. Es fand eine rege Diskussion statt und die Zeit wurde ein wenig überzogen.

Nach der Podiumsdiskussion hatte ich nicht viel Zeit meine Sachen von der Garderobe zu holen und dann noch ein paar Leute für ein Interview zu erwischen. Doch dann hatte ich Glück und konnte zwei Interviews bekommen. Die Akustik war sehr gut und nachdem ich mich und mein Projekt vorgestellt hatte, liefen die Interviews schnell und ich bekam Antworten, welche ich sehr gut für meine Forschungsfrage verwerten kann. Mehr als zwei Interviews konnte ich aber nicht führen, da bereits alle Leute nach Hause gegangen waren.

Feldforschung am Freitag

Am Freitag führte ich dann weitere kurze Interviews und sprach immer wieder Leute an. Dabei tauchten einige kleine Probleme auf, oft wollten die Leute nicht aufgenommen werden, oder die Akustik war zu schlecht. Das Wetter spielte an diesem Tag verrückt und der Regen störte die Aufnahmen. Es war nicht immer leicht ein ruhiges Plätzchen zu finden.

DSC00229Vor jeder Aufnahme erklärte ich den Interviewpartnern genau, was ich vorhatte und klärte die rechtlichen Bedingungen, was ich dann am Anfang jeder Aufnahme kurz wiederholte und bestätigen ließ. Dann kam ich zu meinen Fragen, bei denen ich mich zwar an meinem vorbereiteten Leitfaden orientierte, ihn jedoch nur im Kopf hatte, damit es schneller ging. Alle meine Interviewpartner haben mir zu jeder Frage geantwortet und es ergab sich ein kleines Gespräch. Hinterher bedankte ich mich nochmals und wünschte ihnen noch viel Spaß auf dem Kirchentag.

Am Ende hatte ich schließlich 9 Interviews zusammen und somit genug Daten um meine Forschungsfrage nach „religiöser“ Verantwortlichkeit im Rahmen des Klimawandels zu beantworten.

 

Conclusion

Insgesamt war mein Feldforschungsprojekt auf dem Kirchentag erfolgreich und wenn auch kleine Probleme, Änderungen u. ä. auftraten, konnte ich doch viele Daten erheben und einiges für zukünftige Feldforschungen lernen. Allerdings muss ich zugeben, dass es in diesem Fall leichter gewesen wäre, wenn ich in einer Gruppe, oder zumindest zu zweit gearbeitet hätte. Ich habe oft eine dritte Hand oder eine zweite Meinung vermisst und so hätte ich das Projekt auch noch viel weiter ausweiten können. Mit der Wahl meiner Forschungsmethoden bin ich jedoch zufrieden und würde sie wieder wählen.

Ich denke, ich habe genug Daten erhobenen, um sie jetzt auswerten zu können und so auf eine schlüssige Antwort meiner Forschungsfrage zu kommen.

 

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