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Reflexion zur Untersuchung des Religionsunterrichtes auf dem Kirchentag

06.06.2009

von Olaf Schlepegrell, Dimitrios Kotrotsos und Claas-Roland Fraedrich

Dieser Essay wird im Rahmen des Seminars „Mensch, wo bist du? Religionswissenschaftliche Perspektiven…“ verfasst. Er beschäftigt sich mit der Reflexion unserer durchgeführten Interviewarbeit auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag am 22.05.09.

Im Großen und Ganzen waren wir mit unserer Arbeit zufrieden, sehen jedoch an mehreren Stellen Verbesserungsbedarf für die Zukunft.

An unserer Arbeitsweise sind uns einige Aspekte positiv aufgefallen, die wir im Folgenden kurz aufführen.

interview_gruppe4Eine Erleichterung unserer Arbeit war die Arbeit am Informationsstand der Religionswissenschaft der Universität Bremen. Zum einen hatten wir dort die Möglichkeit, was ein Vorteil für unsere Forschung war, uns zu orientieren und von dort aus zu organisieren, zum anderen hatten wir dort die Gelegenheit mit Besuchern im Voraus in Kontakt zu treten und kurz mit Ihnen über unser Forschungsthema zu sprechen und Sie auf die Veranstaltung, auf der wir unsere Forschung durchführen wollten, hinzuweisen. Ebenso positiv war, dass wir am Stand direkt einen Teil unserer Interviews durchführen konnten, weil es sich wegen der Nähe zum Vortragsort anbot. Am Stand hatten wir auch die Chance unser Equipment nochmals zu überprüfen und für die Forschungsarbeit, die sich an unsere Arbeitszeit am Stand anschloss, bereitzuhalten. Das Equipment haben wir privat organisiert, was uns eine große Unabhängigkeit vom Zentrum für Multimedia in der Lehre ermöglichte. Zu unserer eigenen Überraschung hat trotz der Beschaffung des Equipments, unserer Arbeit am Stand und der schwierigen Beschaffenheit des Festivalgeländes, unser Timing gut funktioniert. Ebenso erfreut waren wir über den flüssigen Ablauf unserer Interviews, wodurch wir uns in der Generierung unserer Interviewfragen vorerst bestätigt sehen.

Als etwas ungünstig für uns hat sich gezeigt, dass wir im Vorfeld zu den Interviews nicht mit dem Veranstalter des Vortrages, bei dem wir die Forschung durchgeführt haben, Rücksprache hielten. Auf diesem Wege hätten wir nämlich die Möglichkeit gehabt uns am Schluss des Vortrages ankündigen zu lassen. Im Endeffekt ist es so gewesen, dass wir nicht wussten wann der Vortrag vorbei ist um unsere Arbeit zu beginnen. Auch wäre, unserer Ansicht nach, durch eine Ankündigung der Gruppe durch den Veranstalter die Kontaktaufnahme ertragreicher gewesen.

Wir haben dadurch Schwierigkeiten gehabt Personen für unsere Interviews zu finden. Die Kontaktaufnahme gestaltete sich als schwierig, da viele Leute sich verhalten, schüchtern oder überrumpelt zeigten.

Während unserer Interviews ist uns bewusst geworden, dass zwei Personen vor Ort ausgereicht hätten, da das Equipment sehr leicht zu handhaben war. Die erste Person hätte das Interview führen sollen, während die zweite Person protokolliert und die dritte Person hätte potentielle Interviewpartner beschäftigen sollen. Unsere Tonaufnahme via MP3 war leicht durchführbar, so dass der Interviewende dies hätte zusätzlich machen können. Das Problem durch unsere Art der Organisation war, dass auch Personen die zusätzlich angesprochen wurden, als potentielle Interviewpartner, gegangen sind, da keine Person für sie zuständig war.

Stark gestört wurden die Interviews durch die Geräuschkulisse am Veranstaltungsort und die Interviewlokalität. Es wäre besser gewesen, wir hätten uns vor den Interviews um eine bessere Interviewlokalität gekümmert, die ein wenig privater gewesen wäre.

Unglücklicherweise mussten wir während der Interviews feststellen, dass wir vorher innerhalb der Gruppe hätten absprechen sollen, dass Zwischenfragen von den nicht interviewenden Gruppenmitgliedern gestattet und gewünscht waren, da sich nach Ausschalten des Aufnahmegerätes noch interessante Gespräche ergeben haben, die sehr fruchtbar für das Interview gewesen wären. Daraus entstand auch unsere Erkenntnis, dass man erst das Aufnahmegerät abstellen sollte, wenn man den Interviewpartner entlässt. Im Hinblick auf die Transkription und das Zeitmanagement ist zu sagen, dass die Interviews länger als geplant verlaufen sind, was noch zu Problemen bei der bevorstehenden Transkription führen kann.

Was die Datenschutzerklärungen angeht hätten wir uns vorher darum bemühen sollen sie rechtzeitig zu lesen, um zu erkennen, dass es sich bei dem uns zur Verfügung stehendem Material um Anregungen und nicht um Formblätter handelt. Das daraus resultierende Problem war, dass wir uns noch sehr kurzfristig Formblätter ausarbeiten und drucken mussten.

Aufgrund von geringer Teilnahme von Eltern an den Interviews, ist es uns nicht länger möglich den ursprünglichen Aspekt unserer Feldforschungsfragen zur Elternschaft zu berücksichtigen.

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