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Zusammenfassung der behandelten Theoriemodelle zu Medienethnologie

26.05.2009

medienethnologie

von Maria Wedekind

In der Sitzung am 20. April 2009 wurden insgesamt vier Texte vorgestellt und direkt im Anschluss jeweils eine kurze Diskussion angeregt. In diesem Essay werde ich zuerst kurz auf die Hauptthesen der einzelnen Texte eingehen und diese dann in einen Zusammenhang miteinander stellen. Im vierten Punkt widme ich mich den Diskussionen zu den Texten und betone dabei kontroverse Ansätze. Zum Ende des Essays fasse ich einem Fazit die Essenz zusammen.

1.Die Hauptthesen:

A) Ginsburg, Faye: Media Worlds- Anthropology on New Terrain:

Der erste Text aus dem Buch Media Worlds- Anthropology on New Terrain von Faye Ginsburg unterstreicht die Chancen und Bedeutungen der ethnographischen Untersuchung von Medien, ihren technischen Verbreitungen und Rezeptionen auf der ganzen Welt. Ginsburg zufolge haben die Medien, zu denen beispielsweise das Fernsehen genau wie das Radio zählen, eine soziokulturelle Relevanz bekommen und sie bieten eine ganz neue Möglichkeit der globalen Vernetzung. Die Medienethnographie überschreitet nun leichter territoriale Grenzen und ist nicht mehr wie zuvor die Ethnographie auf lokale Bereiche beschränkt.

Um Medien ethnographisch zu untersuchen sollte der Forscher nach Ginsburg besonders drei Fragen beachten:

  • Wie sind die Medien in den Gedanken der Menschen?
  • Wie nehmen die Menschen an ihnen teil?
  • Wie nehmen die Menschen die Medien wahr?

Der Medienethnologe sollte sich dann den Medien selbst nähern. Dazu stellt Ginsburg eine Klassifizierung der Arten von Medien vor. Sie unterscheidet zwischen

  • den gesteuerten Massenmedien, die den Zuschauer polarisierend lenken;
  • der unabhängigen Kunst, die kreativ soziale Welten widerspiegelt;
  • der sozialen Bewegung, die eine politische Einflussnahme anstrebt
  • und den indigenen Medien, die die eigene Kultur als Abgrenzung zu anderen als Selbstdarstellung wiedergeben.

Ginsburg legt hier somit besonderen Schwerpunkt auf die Motivation, die hinter den jeweiligen Programmen der einzelnen Medien steht. Der Forscher sollte sich die Frage stellen für wen, von wem und zu welchem Zweck die Medien produziert wurden. Besonders interessant ist für sie auch die transnationale Subjektifikation, unter der sie das Phänomen versteht, bei dem Immigranten häufig durch traditionelle Musik, oder die Einstellung der Programme aus ihrem Ursprungsland versuchen ihre Kultur beizubehalten.

B) Miller, Daniel; Slater, Don: The Internet. An Ethnographic Approach:

Der Textausschnitt aus dem Buch The Internet. An Ethnographic Approach“ von Daniel Miller und Don Slater konzentriert sich auf das Medium Internet. Die beiden Autoren zeigen am Beispiel von Trinidad die soziale Komponente des Internets. Sie präsentieren eine Möglichkeit, wie sich Forscher den neuen Technologien, wie dem Internet, ethnographisch nähern können.

Miller und Slater untersuchten empirisch die Regelmäßigkeit und Bedeutung der Internetnutzung der Trinidader. Sie wendeten sich auch den Trinidadern zu, die nicht in ihrer Heimat leben und beobachteten, dass diese Trinidader das Internet in besonderem Maße nutzen. Sie halten so nicht nur Kontakt mit der Familie und Freunden, sondern sie nutzen das Internet auch als „Ort“, in dem sie ihre kulturelle Identität und ihr nationales Bewusstsein nach außen präsentieren als so genannte „Trinis“ oder „Trinidader“. Für beide Autoren ist diese Virtualität nicht von der „offline“ Realität“ zu trennen.

C) Hoover, Stewart; Park, Jin-Kyu: „The Anthropology of Religious Meaning Making in the Digital Age”:

Stewart Hoover und Jin-Kyu Park nähern sich in dem Text „The Anthropology of Religious Meaning Making in the Digital Age” aus dem Buch Media Anthropology der Frage, in welchem Verhältnis die Online-Medien und Religion stehen.

Sie untersuchten das religiöse Angebot im Internet und kamen zu dem Ergebnis, das Religion oft als identitätsstiftendes Element genutzt wird, um ein ideales Selbst zu schaffen. Der Begriff „Religious Meaning Making“ bezeichnet genau dieses Phänomen. Die Internetnutzer greifen dafür auf Symbole oder Werte aus dem so genannten „symbolic inventory“ zurück.

Hoover und Park unterscheiden zwei verschiedene Wege, in denen Religion im Internet präsentiert wird. Dabei greifen sie auf eine Unterscheidung zurück, die ursprünglich von Christopher Helland aufgestellt wurde. Helland nahm diese Differenzierung 2005 allerdings wieder zurück. Zum einen kann Religion durch religiöse Organisationen präsentiert werden, die das Internet als „Werbungsplattform“ nutzen.Dann sprechen die beiden Autoren von Religion online. Zum anderen können Online-Kontexte aber auch als Quelle für religiöse und spirituelle Praktiken genutzt werden. In diesem Falle bezeichnen die Autoren die Präsentation von Religion im Internet als Online-Religion.

Aus diesen Feststellungen leiten sie zwei neue Forschungsansätze ab, in denen Religion als etwas begriffen wird, das man selber erlangen kann und das zur Identitätsbildung genutzt wird.

D) Calleja, Gordon: „Virtual Worlds today. Games and Online Sociality”:

Gordon Calleja zeigt in seinem Text „Virtual Worlds today. Games and Online Sociality” die Entwicklung der Online-Spiele seit 1980. Von den ersten Spielen, mit grafischen virtuellen Welten, über die Weiterentwicklung zu dreidimensionalen Welten bis hin zu „World of Warcraft“, bei dem ein bestimmtes Ziel verfolgt wird.

Calleja spricht im Bezug auf diese Online-Spiele von einem „Virtual Environment“, das er nicht vom “realen” Leben separieren würde. In diesem Zusammenhang bringt er den Begriff „synthetisch“ ein, der verdeutlichen soll, dass die „Online-Sphäre“ auch real ist. Dabei kritisiert er selbst aber auch, dass der Terminus „synthetisch“ jedoch zeigt, dass die Online-Welt künstlich ist.

2.Zusammenhang der Texte

I.Allgemeiner Überblick:

Die Texte befassen sich alle mit der Medienethnologie, ihren Chancen und möglichen Durchführungen. Dabei behandelt Faye Ginsburgs Text zuerst allgemein, wie ein Forscher medienethnologisch und –graphisch forschen kann. Unter anderem stellt sie Fragen vor, die sich der Forscher stellen sollte. Ginsburg begrenzt sich nicht auf ein bestimmtes Medium, sondern spricht verschiedene „Arten“ an, wie das Fernsehen und Radio. Dieser Text bildete eine erste umfassendere Grundlage. Der zweite Text von Miller und Slater hingegen bezieht sich vor allem auf eine Medienethnologie des Internets am Beispiel von Trinidad. Hoover und Park widmen sich im dritten Text der Thematik, wie Religion in Online-Medien präsentiert wird und wie sich beides gegenseitig beeinflusst. Sie veranschaulichen eine Medienethnologie, die im Internet durchgeführt wird mit einer Konzentration auf ein bestimmtes Thema, in diesem Falle der Religion. Am Ende bringt der Text von Calleja noch die Komponente der Online-Spiele mit ein. Damit spiegeln die Texte verschiedene Perspektiven und unterschiedliche Schwerpunkte der Medienethnologie wieder.

II.Einzelne Thesen:

a) Online-Welten sollten nicht von der Offline-Welt als Gegenteil separiert werden:
Calleja beschreibt in seinem Text eindeutig seine Überzeugung, dass die virtuelle Welt nicht von der „realen“ Welt als Gegensatz getrennt werden darf. Das Virtuelle solle vielmehr verstanden werden als etwas, das das Potenzial hat Wirklichkeit zu werden.

Miller uns Slater argumentieren in eine ähnliche Richtung. Auch sie würden die Online- und Offline-Welt nicht radikal voneinander trennen. Wenn sie die Online-Sphäre von der Wirklichkeit separieren würden, müssten sie zu dem Ergebnis kommen, dass diejenigen, die sich in dieser Online-Welt befinden sich von den lokalen und sozialen Beziehungen ihrer Umgebung abschotten und entfernen. Auf Trinidad haben die beiden Autoren aber das Gegenteil erlebt. Die Trinidader, die regelmäßig das Internet nutzen, identifizieren sich innerhalb dieser Online-Umgebung explizit als Trinidader. Sie entfernen sich also nicht von der Offline-Welt, sondern sie zeigen im Gegenteil ihre Zugehörigkeit zu ihrer Umgebung durch die Online-Welt. Das Internet gehört bei diesen Trinidadern zu ihrem Alltag.

Auch Hoover und Park sprechen in Bezug auf das Internet von einer aufkommenden sozialen und kulturellen Realität.

Callejas Darstellung von der Gleichheit der realen und virtuellen Welt interpretiere ich als weitreichender als bei den anderen Autoren. Denn Calleja schreibt in diesem Zusammenhang über Online-Spiele. Diese Spiele sind künstliche Welten, in denen gestaltete Figuren bestimmte Ziele verfolgen, wie beispielsweise andere Mitspieler zu ermorden etc. Natürlich gibt es auch friedliche Spiele, aber zu behaupten, dass diese Welten nicht von der Realität zu trennen seien, empfinde ich als problematisch. Besonders in einer Zeit, in der die Diskussion über so genannte „Killerspiele“ hoch brisant ist. Nicht jeder Spieler, der in virtuellen Welten um sich schießt, würde dies auch in der Realität machen, weil die virtuelle Sphäre für ihn mit der Realität übereinstimmt.

Miller und Slater, sowie Hoover und Park implizieren mit ihrer Darstellung, dass die Online- und Offline-Welten nicht gegensätzlich voneinander zu trennen sind, meiner Ansicht nach, eher die Intention, dass eine gegenseitige Beeinflussung stattfindet und die Online-Sphäre ein Teil des Alltags der Menschen geworden ist.

b) Die neuen Medien ermöglichen eine globale ethnologische Forschung:
Vor allem Ginsburg und die Autoren Miller und Slater sind sich einig, dass die Verbreitung der neuen Technologien es der ethnologischen Forschung erlaubt über lokale Grenzen hinaus zu schreiten und globale Ausmaße anzunehmen. Die neuen Medien, insbesondere das Internet ermöglichen eine direkte Kommunikation unabhängig von der Entfernung und Zeitzonen, in denen die Nutzer sich befinden. Nach Ginsburg entstanden so neue soziale Verknüpfungen. Miller und Slater fanden bei ihrer Forschung auf Trinidad heraus, dass das Internet es besonders den Trinidadern, die nicht in ihrer Heimat leben, ermöglicht leicht Kontakt zu ihren Wurzeln zu halten und sich als Trinidader zu fühlen und zu präsentieren, egal auf welchem Kontinent der Erde sie sich befinden.

c) Das Internet bietet neue Forschungsthemen für die Ethnologie:
Besonders Calleja, sowie Hoover und Park stellen in ihren Texten neue Forschungsbereiche vor, die für die Ethnologie spannend und interessant sind. Hier lasse ich die Forschung von Miller und Slater außen vor, da ich diese schon mehrmals erwähnt habe.

Calleja beschreibt, dass besonders die neuesten Spiele, die alle über eine drei Dimensionale Grafik verfügen, große Rückschlüsse über die Sichtweise, den Standpunkt und die Intention des Spielers zulassen. Das ist nach Calleja aber nicht immer zwingend so. Denn in einigen Spielen kann der Spieler eine andere Perspektive einnehmen und wählen, als sein Avatar. Er sieht dann nicht direkt durch die Augen seiner Spielfigur, sondern kann sich eine Übersicht über die Umgebung verschaffen und sieht seinen Avatar darin agieren und reagieren. Daher gilt nach Calleja: Je eingeschränkter die Sichtperspektive ist, desto enger ist die Angleichung zwischen der Sichtweise des Spielers und seines Avatars. Calleja zeigt also die Forschungsmöglichkeiten in Online-Spielen auf.

Hoover und Park gehen in ihrem Text der Frage nach, wie sich das Internet und Religion gegenseitig beeinflussen. Sie stellten fest, dass Religion oft von Internetnutzern als identitätsstiftendes Merkmal verwendet wird. Sie verwenden religiöse Symbole, Werte, Zitate etc. zur Konstruktion eines Selbst und einer Identität. Das Internet kann auch zu einer „Quelle“ für religiöse und spirituelle Praktiken und Rituale werden. Dabei können diese Rituale dort beschrieben und dann physisch vom „Konsumenten“ durchgeführt werden, oder sie werden online direkt vollzogen. Hoover und Park sprechen in diesem Zusammenhang von „religion online“ und „online- religion“. Unter religion online fassen sie Online- Kontexte, die von religiösen Organisationen als „Werbung“ eingestellt wurden. Online-Religion hingegen beschreibt die Nutzung von Online-Kontexten für religiöse und spirituelle Praktiken. Also bietet auch die Konzentration auf ein spezielles Thema gute Möglichkeiten zur Forschung. Hier zeigen die beiden Autoren mögliche Transformationen von Religion durch das Internet.

3.Die Diskussionen:

A) Ginsburg, Faye: Media Worlds- Anthropology on New Terrain“:

In der Diskussion zu diesem ersten Text ging es unter anderem um die Frage nach gelenkten und freien Medien. Ginsburg legt in ihrem Text einen Schwerpunkt auf die Beeinflussung der Medien durch verschiedene Zwecke, die zum Beispiel politischer oder auch kapitalistischer Natur sein können. Im Plenum wurde definiert, dass gelenkte Medien Menschen in eine Richtung weisen sollen, während freie Medien eher zwei Positionen zeigen. Der Einwand, ob es überhaupt freie Medien geben kann und eine Unterscheidung zwischen gelenkten und freien Medien sinnvoll ist, wurde nicht eindeutig geklärt. Einige waren der Ansicht, dass die Medien und ihre Programme immer ein bestimmtes Ziel verfolgen und daher auch lenken. Andere verstanden unter freien Medien auch eher die Tatsache, dass diese nicht zensiert sind und eine freie und unabhängige Berichterstattung zulassen.

Ein zweiter Diskussionspunkt widmete sich der Frage nach dem Zugang zu Medien und dem Internet. Nicht jeder Mensch hat Zugang zum Internet, weil die technischen Vorraussetzungen nicht gegeben sind, oder auch die Kompetenz fehlt. Dadurch können sich besonders Generationskonflikte vertiefen und ausweiten.

Ein dritter Diskussionspunkt handelte von der gegenseitigen Beeinflussung von Idealen und Werten in der Offline- und Online- Welt. Hier kam die Frage auf, welchen Einfluss Schönheitsideale auf Second Life haben und wie Second Life dann wiederum die Schönheitsideale beeinflusst? Im Plenum wurde festgestellt, dass empirische (harte) Daten nicht unbedingt eine Antwort geben, aber Erfahrungen schon Hinweise liefern. In Second Life finden sich nicht viele Figuren, die dunkelhäutig sind, japanisch oder indisch aussehen. Dafür trifft man oft auf Avatare, die eine Tendenz zum„Barbie- Ideal“ haben. Weshalb dieses Schönheitsideal überwiegt konnte nicht geklärt werden, aber es kam die These auf, dass die Angst vor Rassismus eine Rolle spielen könnte.

B) Miller, Daniel; Slater, Don: „The Internet. An Ethnographic Approach“:

In der Diskussion zu diesem Text ging es hauptsächlich um die Frage, ob sich die trinidadischen Internetuser bewusst darüber sind, dass sie als „Trinis“ oder Trinidader auftreten? Dabei gab der Text selbst die Antwort, denn Miller und Slater beschreiben dort, dass die trinidadischen Internetnutzer vor allem als Jugendliche, Gläubige, etc. das Internet nutzen. Dabei sind sie aber auch gleichzeitig Trinidader. Hauptsächlich jedoch gehen sie ihren Intentionen als zum Beispiel Jugendliche nach und laden sich Musik herunter, oder spielen Spiele. Im Plenum wurde festgehalten, dass für Trinidader, die nicht in ihrer Heimat leben, das nationale Bewusstsein für ihre Identität besonders wichtig ist und das Internet so als „global village“ fungiert. Zum Ende der Diskussion wurde betont, dass komplexe Prozesse, wie die historischen und sozialen Entwicklungen betrachtet werden müssen.

C) Hoover, Stewart; Park, Jin-Kyu: „The Anthropology of Religious Meaning Making in the Digital Age”:

Vor der Diskussion wurde herausgestellt, dass die idealtypische Unterscheidung zwischen „religion online“ und „online-religion“ nicht mehr „aktuell“ ist. Hoover bezieht sich in seinem Text bei der Darstellung dieser Unterscheidung auf Christopher Helland, der 2005 diese Differenzierung zurück nahm.
Hoover und Park sprechen in ihrem Text vom Internet für Suchende. Diskutiert wurde deshalb, ob die „Lust“ zu suchen frei ist und ob es einen Unterschied zwischen einer Offline- und Online-Suche gibt? Es gab die Überzeugung, dass die Online-Suche viel leichter sei und der Suchende sich treiben lassen konnte. Andere sahen gerade in diesem „treiben lassen“ eine Schwierigkeit der Online-Suche. Auf jeden Fall kam das Plenum zu dem Ergebnis, das es einen Unterschied zwischen einer Online- und Offline- Suche gibt, allein schon weil nicht jeder Zugang zum Internet hat oder die Kompetenz sich dort zu Recht zu finden.
Eine Anregung kam noch, die die Autoritätsfrage betraf. Wer hat die Autorität Infos über Religion im Internet zu geben? Allerdings fand hierzu keine Diskussion mehr statt.

D) Calleja, Gordon: „Virtual Worlds today. Games and Online Sociality”:

Leider konnte aus zeitlichen Gründen keine Diskussion mehr zu diesem Text aufkommen, aber an dieser Stelle bringe ich noch die Fragen ein, die die Referentin sich notiert hat, um mein Essay abzurunden.
Warum werden synthetische Welten im Gegensatz zur materiellen Welt stetig verbessert? Ist es ratsam virtuelle Welten als real anzusehen? Welche Gefahren bergen diese Welten?

4.Fazit:

Zusammenfassend kann ich festhalten, dass die Texte dieser Sitzung mit dem Thema „Medienethnologie“ verschiedene Perspektiven der medienethnologischen Forschung beleuchten. Angefangen von einem Grundlagentext, über eine Fallstudie zur Internetnutzung von Trinidadern und einer Forschung über das religiöse Angebot im Internet, bis hin zu einer Untersuchung von Online-Spielen. In den Diskussionen wurden strittige Themen aufgegriffen, wie die Frage nach gelenkten und freien Medien und das Bewusstsein, mit dem die Trinidader das Internet nutzen.

Literaturverzeichnis:

  • Calleja, Gordon: „Virtual Worlds Today. Gaming and Online Society“. In: Online – Heidelberg Journal of Religions on the Internet. Volume 03.1 Being Virtually Real? Virtual Worlds from a Cultural Studies’ Perspective, ed. by Kerstin Radde-Antweiler .2008. S.7-42.
  • Ginsburg, Faye D. (Hg.): Media Worlds – Anthropology on New Terrain. London/Los Angeles.University of California Press Ltd. 2002. S.1-27.
  • Hoover, Stewart M.; Park, Jin Kyu: The Anthropology of Religious Meaning Making in the Digital Age. In: Rothenbuhler, Eric W.; Coman, Mihai (Hg.): Media Anthropology. Sage Publications: Thousand Oaks,London, Neu Delhi. 2005. S.247-260.
  • Miller, Daniel; Slater, Don: The Internet.An Ethnographic Approach. Oxford/New York. Berg Publ. 2000. S.1-25
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