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Religiöse Verantwortlichkeit im Rahmen des Klimawandels

von Maria Danziger

Im Rahmen des Seminars „Mensch, wo bist Du? Religionswissenschaftliche Perspektiven auf das Event „Deutscher ev. Kirchentag“ der Universität Bremen, habe ich mich für das Projekt „religiöse Verantwortlichkeit im Rahmen des Klimawandels“ entschieden und möchte mein Vorhaben in diesem Essay näher vorstellen.

Der 32. Deutsche Evangelische Kirchentag 2009 in Bremen hat neben vielen anderen auch den aktuellen Themenschwerpunkt des Klimawandels. Dieses Thema ist in vielfältiger Form in unserer Zeit sehr präsent, vor allem in den Medien. Es gab bereits einige einschlägige Kinofilme (z. B. „Unsere Erde“) und Reportagen (El Gore und sein Film: „Eine unbequeme Wahrheit“) , welche sich mit diesem Stoff befassten und die Menschen aufrütteln sollten, damit sie endlich auf ihre Umwelt achten und der Erde vielleicht noch geholfen werden kann.

Ist es heute überhaupt noch möglich, sich nicht in irgendeiner Form mit dem Thema auseinanderzusetzen? Jeder wird früher oder später regelrecht auf das Thema Klimawandel und Klimakatastrophen gestoßen, ob er will oder nicht.

Genauso finden sich nun Gespräche und Vorträge zu diesem Gebiet auf dem Kirchentag wieder. Es soll dazu diskutiert werden und versucht werden Lösungen, oder zumindest Verbesserungen zu finden.Diese Aktualität und die starke Präsens haben mein Interesse auf den Schwerpunkt des Klimawandels gelenkt, weshalb ich ihn nun näher untersuchen möchte. Dabei werde ich versuchen, die „religiöse“ Verantwortung der Kirchentagsbesucher im Rahmen des Klimawandels herauszuarbeiten. In wieweit fühlt sich ein gläubiger Mensch verantwortlich für die immer häufiger auftretenden Klimakatastrophen? Geschehen diese Katastrophen für gläubige Menschen vielleicht sogar aus einem „religiösen“ Grund? Diesen Fragen möchte ich nachgehen und herausfinden, was die Kirchentagsbesucher dazu stehen.

Methoden
Zunächst werde ich eine teilnehmende Beobachtung der Podiumsdiskussion am Donnerstag den 21.05. mit dem Titel: „Welche Maßnahmen braucht ein gerechtes Klima?“ durchführen. Zu Wort kommen dabei u. a. Prof. Herbert Girardet (Gründer World Future Council, aus London), Bianca Jagger (Chair of World Future Councile), Dr. Vandana Shiva (Umwelt- und Frauenrechtlerin, aus Neu Delhi) und Jakob von Uexküll (Gründer World Future Councile, aus Hamburg) und moderiert wird die Debatte von Stefan Schurig (aus Hamburg).
Zur Untersuchung werde ich natürlich daran teilnehmen und ein ausführliches Protokoll der Diskussion anfertigen, wobei auch die Reaktionen der Leute einbezogen werden sollen. Ich werde versuchen, das Ganze mit einem Aufnahmegerät festzuhalten, bin aber auf akustische Schwierigkeiten gefasst, weshalb die Aufnahme mir nur als mögliche Sicherheit dienen soll. Was die rechtliche Lage angeht, werde ich versuchen vorher den Moderator zu fragen, ob eine Aufnahme gestattet ist. Ansonsten werde ich das Material ausschließlich zu persönlichen Zwecken verwenden, wie der Ausbesserung meiner Mitschrift, sodass keine rechtlichen Probleme auftreten können.

Im Weiteren werde ich einige offene problemzentrierte Interviews mit Teilnehmern des Kirchtages führen. Diese sollen nicht viel länger als maximal 15 min dauern. Da der Kirchentag vom 20.05. bis 24.05. geht, also 4 Tage dauert, werde ich auch meine Interviews entsprechend verteilen. Einige möchte ich noch vor der Podiumsdiskussion führen, eins oder höchstens zwei direkt nach der Diskussion und einige dann die Tage danach. Am schwierigsten und gleichzeitig näher am Schwerpunk wird wohl das (oder die) Interview(s) direkt nach der Podiumsdiskussion, weil die Leute dann oft nicht mehr viel Zeit und Geduld haben. Deshalb werde ich versuchen schon vorher jemanden anzusprechen und mir so wenigstens einen Interviewpartner sichern, der nicht gleich nach der Veranstaltung verschwindet.  Hier ist es allerdings erforderlich die rechtliche Lage genau zu berücksichtigen. Dazu werde ich die Interviewpartner vorher genauestens informieren, d. h. sie auf die Anonymität hinweisen und wie das entsprechende Material dann genutzt werden soll. Das Einverständnis werde ich dann noch vor dem eigentlichen Interview auf Band aufnehmen und wenn es erforderlich ist, habe ich eine Einwilligungserklärung zum Unterschreiben zur Hand. Damit bin ich dann rechtlich abgesichert und der Interviewpartner kann frei entscheiden, ob er seine Aussagen für mein Projekt zur Verfügung stellt.

klimawandel

Inhalt der Interviews
Nachdem die rechtliche Lage geklärt ist und ich mich und mein Projekt vorgestellt habe, zusätzlich auch in Form eines Infoblattes, werde ich mich an einem Fragenleitfaden orientieren, um dann eine Antwort auf meine oben schon genannte Forschungsfrage zu finden. Dazu werde ich zunächst ein paar lockere Fragen stellen, welche die Atmosphäre entspannen sollen. Danach folgen dann zwei Rahmenfragen, um den Interviewpartner besser einordnen zu können, denn es ist wichtig für mich, ob der Interviewte gläubig ist und/ oder sich einer Religion zugehörig fühlt. Im Weiteren komme ich schließlich zu den wichtigen Fragen, welche das Gespräch offen einleiten sollen und eben nicht zu direkt in eine Richtung führen sollen, jedoch am Thema orientiert sind. Wenn das Interview dann abschweift, kann ich mit gezielten Fragen wieder den richtigen Weg herleiten und so zur Beantwortung meiner Forschungsfrage kommen.

Am Ende, nach der Auswertung meiner Interviews und der teilnehmenden Beobachtung, möchte ich beides nebeneinander stellen und vergleichen, um meine Forschungsfrage, wenn auch trotz allem noch nicht wirklich objektiv, sondern eben interpretativ und somit subjektiv, möglichst genau zu beantworten.

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