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Feldforschung zur Motivation der Kirchentagsbesucher

21.05.2009

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von Susanne Morgenstern und Julia Zill

Wir haben uns vorgenommen, beim Kirchentag Besucher nach ihrer Motivation zu befragen. Dafür möchten wir qualitative und quantitative Methoden verwenden.

Im Folgenden möchten wir diese Punkte vorstellen und begründen:

  1. zwei ausgewählte Methoden

  2. Forschungsfrage

  3. Untersuchungsgegenstand

Zu 1.

Die endgültige Entscheidung unserer Methodenwahl hat ein wenig länger gedauert. Wir haben uns für eine Mischung aus quantitativer und qualitativer Feldforschung entschieden, die sich folgendermaßen zusammensetzt:

Wir werden in unserem Untersuchungsfeld erstens Experten interviewen, indem wir sie die Fragen eines vorgefertigten Fragebogens beantworten lassen. Hierbei handelt es um einen Fragebogen, der aus zwei Leitfragen besteht. Zu jeder Frage wird es auch jeweils vier bzw. fünf Antwortmöglichkeiten geben, die wir den Befragten ebenfalls vorstellen. Die Kategorie „Sonstiges“ wird es auch geben, so dass auch bei dieser Methode des Interviews die Möglichkeit bestehen bleibt, über die vorgegeben Antwortmöglichkeiten hinaus seine Meinung zu äußern. Eine Umfrage in dieser Form ist allerdings erst dann repräsentativ, wenn eine ausreichend große Menge an Leuten befragt wurden. Da wir diesen Umfang allerdings zu zweit und in der begrenzten Zeit, die uns zur Verfügung steht, nicht leisten können, haben wir uns für eine abgewandelte Form der quantitativen Forschung entschieden. Hierbei werden wir in einem zweiten Schritt, der parallel zum ersten laufen wird, bei ausgewählten standardisierten Interviews ein fokussiertes Interview anhängen. Durch diese erweiterte Methode haben wir die Chance, noch zusätzlich Informationen zu erhalten. Auch wenn das Ergebnis nicht repräsentativ sein wird, werden wir eine Tendenz erkennen können. Diese wird uns dann durch die qualitativ geführten Interviews entweder bestätigt oder sie werden uns noch auf andere Aspekte aufmerksam machen, die vorher noch nicht angesprochen worden sind.

Zusätzlich zu dieser Methodenwahl werden wir die teilnehmende Beobachtung als eine weitere Methode mit in unser Forschungsvorhaben einbeziehen. Bei der teilnehmenden Beobachtung geht es darum, alles Beobachtete, Wahrgenommene und selbst im Feld Erlebte in einem so genannten Feldtagebuch zu dokumentieren. Ebenfalls in diesem Feldtagebuch werden die Ergebnisse der Interviews dokumentiert oder es wird eine protokollartige Mitschrift darin festgehalten. Diese wird uns später bei dem Auswerten der Interviews behilflich sein. Zum Schluss werden wir dann mit Hilfe der Notizen in unserem Feldtagebuch, den ausgefüllten Fragebögen und den fokussierten Interviews, eine Auswertung durchführen, die uns hoffentlich die zu Beginn gestellte Frage hinreichend beantworten wird.

Zu 2.

Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die Besucher des Kirchentages nach ihrer Motivation für den Besuch zu befragen. Unsere genaue Fragestellung lautet:

Welche Motivation haben Besucher des Eröffnungsgottesdienstes den Kirchentag zu besuchen?

Diese Fragestellung ist für uns interessant, da ihr Ergebnis uns einen Einblick in die unterschiedlichen Beweggründe für das Kommen der Besucher aufzeigt. Durch die erzielten Ergebnisse wird uns eine bessere Einschätzung der persönlichen Motivationen der Einzelnen ermöglicht. Unsere Gruppe ist der Meinung, dass die Motivation der Gäste der eigentliche Grund für ihr Kommen darstellt und somit entscheidend zum Gelingen der Veranstaltung beiträgt.

Wir möchten diese Fragestellung allerdings ein wenig einschränken, indem wir den Befragten fünf Antwortmöglichkeiten vorgeben.

  1. Ich fühle mich der evangelischen Kirche zugehörig.
  2. Ich bin/ war regelmäßiger Besucher der Kirchentage.
  3. Ich wohne in Bremen und bin aus Interesse hier.
  4. Ich bin Mitarbeiter des Kirchentags.
  5. Welche andere Motivationen haben Sie?

Dieser Fragebogen soll von etwa 30 Besuchern ausgefüllt werden, um unserer Gruppe den oben erwähnten allgemeinen Stimmungseinblick zu gewähren.

Weiterführend sollen die Befragten darüber Auskunft geben, welche Bedeutung der Eröffnungsgottesdienst im Gefüge des Kirchentages für sie hat. Die zweite Fragestellung lautet daher:

Welche Bedeutung hat das Event Eröffnungsgottesdienst für Sie während des Kirchentages?

Erneut soll diese Frage auf dem Fragebogen mit gegebenen Antworten eingrenzt werden.

Folgende Antwortmöglichkeiten sollen hier zur Auswahl gegeben werden:

  1. Der Eröffnungsgottesdienst ist das wichtigste Event.
  2. Der Eröffnungsgottesdienst ist nicht wichtig.
  3. Neben dem Abschlussgottesdienst ist der Eröffnungsgottesdienst das wichtigste Event.
  4. Welche sonstige Bedeutung hat der Eröffnungsgottesdienst für Sie?

Beide Fragen sollen im fokussierten Experteninterview thematisiert werden.

Zu 3.

Als Hauptuntersuchungsgegenstand haben wir uns den Eröffungsgottesdienst am Mittwoch, den 20.05.2009 auf der Bürgerweide um 18.00 Uhr ausgewählt. Wir haben uns für diesen Eröffnungsgottesdienst aus drei möglichen ausgewählt, da dieser als Haupteröffnungsgottesdienst ausgeschrieben ist.

Die Gründe für die Auswahl dieses Events sind vielfältig. Zum einen erhoffen wir uns, dass die Besucher zu Beginn des Kirchentages besonders aufgeschlossen, kontaktfreudig und noch voller Vorfreude auf die kommenden Tage sind. Daher rechnen wir mit einer großen Bereitschaft der Teilnehmer unsere Feldforschung zu unterstützen und gerne unsere Fragen bezüglich des Events Eröffnungsgottesdienst und des Kirchentages im Allgemeinen beantworten. Zum anderen ist die Besucherdichte bei diesem Event besonders hoch. Dies gibt uns die Chance möglichst viele Teilnehmer befragen zu können.

Wir halten uns die Option offen, weitere Teilnehmer des Kirchentages während des „Abends der Begegnung“ zu befragen. Diese Möglichkeit würden wir in Betracht ziehen, wenn wir während der Hauptbefragung beim Eröffnungsgottesdienst nicht genügend zufriedenstellende Ergebnisse erzielt haben. Der Abend der Begegnung wird im Anschluss an die Eröffnung stattfinden und um 23.00 Uhr mit dem Abendsegen abschließen.

Wichtig ist uns jedoch, die Befragungen nicht während des eigentlichen Gottesdienstes durchzuführen. Damit möchten wir Rücksicht auf die Teilnehmer nehmen. So werden wir uns beim Ablauf des Gottesdienstes auf die teilnehmende Beobachtung beschränken.

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