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„Die Nebel von Avalon“ – Religiöse Bewegung im Internet?

01.03.2009

von Anna Blatt

Cover: Marion Z. Bradley: Nebel von Avalon

Der Roman Die Nebel von Avalon von Marion Zimmer Bradley ist ein Verkaufsschlager des Fantasy-Genres. 1982 erschienen, schaffte er erstmals auch einer breiten Masse von weiblichen Lesern den Zugang in die „mystischen“ Breiten der Fantasyliteratur und hat bis heute nicht an Beliebtheit verloren. Dies zeigt sich auch an der Vielfalt der Rezeption im Internet. Fanpages, Foren, persönliche Homepages, eine Fülle an Rezensionen zum Beispiel bei Amazon.de, legen Zeugnis davon ab. Im Folgenden soll aufgezeigt werden, wie der Roman diese Internetuser v.a. im Bezug auf ihre eigene Religiosität beeinflusst und wie Social Media Anwendungen diese „religiöse Bewegung“ begünstigen. Vorangestellt wird eine kurze Einführung ins Werk für die unwissenden Leser, worauf eine intensive Beschäftigung mit der Website www.nebelvonavalon.de folgen soll. Abgerundet wird dies durch eine knappe Zusammenfassung der Rechercheergebnisse zu den Kundenrezensionen bei Amazon.de.

Wie schon erwähnt erschien der Roman 1982 und enthält unglaubliche 1115 Seiten zur Artus-Sage. Dies scheint zunächst nicht besonders innovativ, jedoch zeigt sich ein wesentlicher Unterschied zu herkömmlichen Artus-Erzählungen in der Erzählperspektive. So ist die Hauptakteurin, durch deren Augen die Geschehnisse erzählt werden, Morgaine die Fee, Halbschwester Artus, die üblicherweise als Artus‘ Hauptantagonistin die Rolle der böse Hexe einnimmt. Auf diese Weise verlieren Berichte über unzählige Schlachten gegen Franken, Römer oder Sachsen, völlig an Bedeutung, stattdessen stehen vor allem Gefühlsregungen, Liebschaften und das höfische Leben der Hauptakteurinnen im Mittelpunkt. Überschattet wird die Erzählung von einem permanenten Konkurrenzkampf zwischen „ignorantem“ Christentum und „unglaublich toleranter“ „Alter Religion“, welche durch die „Herrin vom See“ von Avalon aus angeführt wird. So funktioniert Morgaine, selbst Priesterin in Avalon, vor allem als Werkzeug ihres eigenen Glaubens und ist stetig bemüht, aufgrund der richtigen Ehen, Geburten und anderer intriganter Schachzüge zu verhindern, dass Avalon durch die Priester der Christen seine Macht verliert.

Artus steht dabei stets zwischen seiner Schwester und seiner Königin, die durch ihren Einfluss und ihre Naivität schrittweise ein Überlaufen des Königs vom Alten Glauben zum Christentum bewirkt, also von Göttin zu Gott, von einem matriarchalen hin zu einem patriarchalen Weltbild. Am Ende verschwindet Avalon in den Nebeln, mit ihm der „Alte Glaube“ und der Kampf gegen das Christentum ist verloren. Durch die positivistische Darstellung des Alten Glaubens und der „Buhmann“ – Stellung des Christentums verleitet die Lektüre zur Entwicklung von Aggressionen gegen dieses und die Vorrangstellung der Frau scheint, wie wir noch sehen werden, besonders Frauen und deren Sehnsüchte in einer immer noch von Männern dominierten Welt anzusprechen.

Website: Nebel von Avalon

Die Homepage www.nebelvonavalon.de macht bereits deutlich, dass sich etwas „Mystisches“ dahinter verbergen soll und wirkt auf Grund ihres dunklen Designs und des bewölkten Vollmondes geheimnisvoll. Die Einladung auf eine Reise wirkt verlockend und fordert zum Weiterklicken auf. Tatsächlich verbirgt sich hinter ihr eine liebevoll gestaltete Website, mit beruhigenden Farben und keltisch anmutenden Flötenklängen. Es wird deutlich, dass es sich um eine Persönliche Website handelt, durch welche jemand seine Erfahrungen mit dem Roman mitteilt, Informationen zur keltischen Religion bereitstellt und Raum für Erfahrungs- und Meinungsaustausch schafft.

Website: Nebel von Avalon, Welcome

Klickt man sich durch die Site (www.nebelvonavalon.de/100mist/100mist.html), findet man heraus, dass die Autorin sich Leora Duncan nennt, in Berlin lebt, Avalon ihr Lieblingsthema ist und sie (noch) keine Paganistin ist. Zurück auf der Eingansseite wird schnell klar, dass der Roman für die Homepagebesitzerin das Potential hat, mehr als nur ein Buch zu sein. Sie beschreibt, dass es eher etwas wie eine Bibel sei. Des Weiteren zeigen sich hier neun Links zu verschiedenen Themen, zu dem Roman an sich, über Keltische Geschichte und Religion, bis hin zu schwarzer Magie und bösen Hexen. Jedes dieser „Kapitel“ untergliedert sich in weitere, wodurch eine, im Aufbau durchaus komplexe, vielseitige, Website entsteht. Auch ihre Gestaltung ist sehr abwechslungsreich, jedoch immer ihrem mystischen Charakter angemessen. Die eigentlichen Inhalte interessieren hier jedoch nur sekundär, vielmehr liegt das Augenmerk auf dem Austausch zwischen verschiedenen Usern, der hier stattfindet, bzw. wie sich diese zum Thema äußern. Folglich gewinnen Gästebuch und Forum besondere Aufmerksamkeit. Während das Forum nur knappe Diskussionen beinhaltet, die sich damit befassen, ob Morgaine nun tatsächlich tolerant ist, welche Bücher wer zu welchem Thema empfehlen kann oder mit welchem Alter man aus der Kirche austreten darf, so lassen sich im Gästebuch sehr spontane Emotionen und Ausbrüche über das angebliche Seelenleben der Guests finden, die einige interessante Aufschlüsse geben. So z.B.:

Evy

Also,ich habe nebel vor etwa einem jahr gelesen und war völlig süchtig.aber mal ehrlich,macht einen dieses christlichen gelaber nicht agressiv?mir wurde beim lesen wieder mal deutlich,wie wenig ich mich mit dem christlichen glauben identifizieren“

(Quelle: 85701.guestbooks.motigo.com/?action=index&page=1

Diese Aussage macht deutlich, auf welche Art und Weise der Roman weniger gefestigte oder zweifelnde Christen beeinflusst. Fühlt man sich dem Christentum von vornherein nicht zugehörig, wird man in seinem Gefühl bestärkt. Auch wenn ich hier in Gefahr laufe verallgemeinernd zu wirken, so kann ich nur empfehlen im Gästebuch zu stöbern und selbst festzustellen, dass solche Aussagen die breite Masse bilden.

Gaby:

Ich habe selten eine so schöne Internetseite gesehen. Ich liebe die Nebel von Avalon, es ist viel mehr als nur ein „Buch“ und genauso liebe ich Vom Winde verweht.
Ich werde bestimmt öfters vorbeischauen.
Dankeschön“

(Quelle: 85701.guestbooks.motigo.com/?action=index&page=3)

Dieser Eintrag belegt ein Gefühl, dass man bekommt, wenn man stundenlang solche Einträge liest, dass viele dieser (meist) Frauen scheinbar vergessen, dass es sich um einen Roman handelt, von dem sie zwar unglaublich beeindruckt sind, sich in Traumwelten stürzen, ohne sich jedoch mit dem Religionsfaktor, welcher hinter dem Roman steht zu beschäftigen. „Mehr als nur ein Buch“ ist eine starke Aussage, die auf ein Gefühl religiöser Erleuchtung schließen lässt, die dann jedoch mit dem Roman Vom Winde verweht gleichgesetzt wird und man somit das Gefühl bekommt, es handelt sich hier lediglich um Tagträumereinen einer gelangweilten Hausfrau.

Viviane aus Niedersachsen:

Hallo unbekannterweise an Dich ..ich danke dir für einige wunderbare Momente, in denen ich mich gerade auf deinen Avalonsseiten verloren habe.. mich hat Avalon – wie dich- sehr in den Bann gezogen und es hat mein Leben verändert, die Bücher gelesen zu haben . Jetzt – viele Jahre nach dem ersten Lesen der Bücher kann ich wirklich sagen – Es ist nichts mehr , wie es vorher war… In einem Mittelalterverein lebe ich meine Sehnsucht nach der Stärke dieser Frauen aus ebenso wie in spirituellen Dingen ..
Du hast das auf der Seite wunderschön umgesetzt !
Hab einen schönen Abend … Viviane „

(Quelle: 85701.guestbooks.motigo.com/?action=index&page=5)

Hier zeigt sich etwas, dass häufiger zu beobachten ist. Zum einen die Verwendung eines Nicknames, der einem Akteur aus dem Roman entspricht. Dies drückt aus, wie sich Menschen mit dem Roman und seinen Helden identifizieren. Zum anderen wird von einer Veränderung des Lebens berichtet, in dem Sinne als sich die Personen plötzlich sehr für das alte Keltentum interessieren, sich daran orientieren und sich auch über ihre Web-Identität hinaus entsprechenden Gruppen anschließen.

Name :Sonyana

Durch viele Trance-Reisen glaube ich Avalon gut zu kennen,“Eine Stätte zum Glücklichsein“ Diese wunderschöne HP erinnert mich. Vielen Dank blessed be Sonyana“

Name: Lonzia

Ich besuche die Site seit etwa einem halben Jahr mehr oder weniger regelmässig und bin immer noch begeistert, finde hier immer wieder Kraft, weiter zu meinem Glauben zu stehen auch wenn es nicht immer leicht ist!!!“

(Quelle: 85701.guestbooks.motigo.com/?action=index&page=2)

Diese beiden Einträge stammen von Usern, die sehr aktiv auf dieser Website operieren und die, wie die meisten anderen, den Glauben an die „große Göttin“, „Mutter Erde“ und an das „Mysterium Avalon“ als ihre religiöse Wahrheit kundtun.

Die Beispiele sind als eine Art Querschnitt zu sehen und stehen in ihrer Art nicht alleine, was zeigt, dass die Website Raum bietet sowohl für Die Nebel von Avalon-Fans, für Anhänger „alter Religionen“, aber auch für Sinnsuchende, die sich in ihrem christlichen Umfeld eingeengt fühlen. Um nun keinen einseitigen Eindruck entstehen zu lassen, folgen nun kritische und negative Einträge, die auf der Website bestehen dürfen, als abschreckendes Negativbeispiel für Christen, laut der Betreiberin, und auf teilweise fragwürdige Weise die Meinungsvielfalt der Site vervollständigen.

Archillechristiano aus Italia: Ich finde es sehr schade das das Christentum als Naturfremde und menschenfeindliche Religion dargestellt wird.Es sind über zwei jahrtausende hinweg viele schlimme dinge passiert im Namen des Christentums, aber diese Taten finden keinerlei legitimation in der Bibel.Für mich ist Gott das was „Neuheiden“ wohl als Vater- und Muttergottheit in einem bezeichnen würden und jesus dessen gnade.Was die Kirche verfälscht hat kan ich nicht geradebiegen, aber ich verleumde nicht das echte Christentum. Ansonsten ist die Site echt gut.“

(Quelle: 85701.guestbooks.motigo.com/?action=index&page=13)

Dieser Beitrag stellt leider das einzige Unikat der Recherche dar. Er betrachtet den Roman und das Christenbild, welches er vermittelt, kritisch und stellt die Einseitigkeit der Betrachtung fest. Zwar wird dies auch von anderen Usern reflektiert, jedoch wenden diese sich vom Christentum, als ihrem persönlichen Glauben, ab. Er ist jedoch bekennender Christ und zeigt positive Seiten seines Glaubens auf, um ihn zu rechtfertigen, setzt den der anderen jedoch nicht herab.

Chrissi aus Hamburg: Ihr Heiden! Ihr gottlosen Heiden! Auch das Buch ist Heidnisch! Das sollte verbrant werden, genauso wie ihr Hexen und Ketzer! Wenn ihr schon das Mittelalter wieder aufleben lassen müsst, dann doch bitte richtig! Es gibt nur einen Gott.“

(Quelle:85701.guestbooks.motigo.com/?action=index&page=20)

Dies ist der letzte Typ von Einträgen, der zwischen all den Lobhymnen immer mal wieder auftaucht. Es ist schwer zu beurteilen, ob dahinter tatsächlich religiöse Überzeugung steht oder lediglich die Lust an der Provokation. Auffällig dabei ist, dass sich die entsprechenden Autoren auf keine Diskussion einlassen, ihren Standpunkt also nicht verteidigen wollen oder können.

Betrachtet man parallel zur Website die Rezensionen zum Roman bei Amazon.de, so ergibt sich ein ähnliches Bild. Schnell wird deutlich, dass man entweder Liebhaber oder Hasser des Romans ist, wobei Liebhaber fast gleichbedeutend mit weiblich zu sein scheint. Kritikpunkt der Männer ist der romantisierende Moment des Buches und die entsprechende Verweichlichung der Artus-Sage. Das die Frauen hier die Fäden der „Männerwelt“ in der Hand halten führt ebenfalls zu großer Empörung. Dies sind wohl die wesentlichen Gründe, warum der Roman als Frauenroman „verschrien“ ist und sich in feministischen Kreisen großer Beliebtheit erfreut. Ihn jedoch als feministisch oder als Frauenbuch zu klassifizieren würde ihm nicht gerecht werden.

Abschließend kann man sagen, dass um den Roman ein lebhafter Diskurs besteht, der sich stets mit einem Diskurs um alternative Glaubensformen zu mischen scheint. Diese Grenze ist so fließend, dass scheinbar auch vielen Rezipienten die Stellung des Romans als Unterhaltungsliteratur nicht klar zu sein scheint. Es wird deutlich, dass er eindeutig das Potential besitzt seinen Leser in seinen Bann zu ziehen und ihn dazu anregen kann seine Lebens- und Glaubenssituation zu überdenken.

  1. franzi222
    03.03.2009 um 12:48

    Also zuerst mal finde ich gut, dass du aufzeigst, welche Geschichte sich innerhalb des Buches (im Groben) findet, denn ich wusste gar nicht, um was es sich handelt. Dennoch muss ich sagen, dass du meiner Meinung nach dem auch verfallen zu sein scheinst ;)?! Dieses Essay ist ziemlich subjektiv geschrieben, was nicht heißen soll, dass es deswegen schlecht ist. Ich werd mich die Tage wohl auch mal auf diese Site begeben ;).

  2. a266
    03.03.2009 um 14:24

    Glaubst du wirklich????;-)
    Also ich hab mich durch das Buch gequält, hat ungefähr 5 Monate gedauert…. Ich fands grausam stilisiert dargestellt und diese keifenden Weiber waren echt anstrengend, ermüdend…
    Ich finde es echt witzig, dass der Essay den Eindruck erweckt, dass ich dem ebenfalls „verfallen“ wäre:-)

  3. franzi222
    05.03.2009 um 8:25

    Hm, vielleicht hab ich das auch einfach nur falsch interpretiert oder so, keine Ahnung ;). Auf jeden Fall solltest du das Talent nutzen :D.

  4. 06.03.2009 um 15:38

    Hallihallo,

    erstmal Hut ab vor euch allen, für das tolle Blog, das ihr hier auf die Beine stellt!!!

    Was mir bei deinem Text auffällt (und bei vielen anderen Texten, in denen sich Religionswissenschaftler mit neuen religiösen Bewegungen und der Esoterik/New Age Szene auseinandersetzen), ist, ein gewisser Hang das Forschungsobjekt der Lächerlichkeit preiszugeben. Es entsteht bei dir der Eindruck, es handele sich hier lediglich um die romantisch verklärte und nicht fundierte Literaturrezeption von Hausfrauen. (Aber das macht noch lange keine religiöse Bewegung.)
    Vielleicht wäre es sinnvoll, die „Nebel von Avalon“ in den größeren Kontext moderner Naturverehrung, Wiccazirkel etc. einzubetten. Dort wird das Buch wohl vor allem rezipiert und dort findet man auch Hinweise, wie dieser moderne Feminimus, von dem du sprichst, aussieht. Es gibt durchaus einen ernstzunehmenden Hintergrund dieser Bewegung, gerade in Bezug auf die Auseinandersetzung mit der christlichen Gesellschaft und ihrem Verhältnis zur Natur.
    Ich sage nicht, dass du plötzlich voll hinter den Aussagen stehen musst, die dort getroffen werden, aber ich denke nicht, dass es sinnvoll ist, diese Bewegungen immer als eine (lächerliche) Abweichung von der Norm Christentum darzustellen. Das geht an der gesellschaftlichen und religiösen Realität vorbei und versperrt vor allem den Blick auf die wirklich spannenden Fragen um Normen und Werte der Gesellschaft, die (auch) dort verhandelt werden.

    Na, ich hoffe die Kritik klingt jetzt nicht zu hart. Wie gesagt, es ist etwas, das mir allgemein beim Umgang mit dem Thema aufgefallen ist und was durchaus der Diskussion wert wäre.

    Viele Grüße, Zuzsa

  5. hgluna
    06.03.2009 um 17:33

    Damit sprichst du einen wichtigen Punkt an, Zuzsa.
    Als Religionswissenschaftlerin sollte man möglichst neutral an den Forschungsgegenstand herangehen. Nun ist das, was wir untersuchen, aber nun mal kein neutrales Feld. Religion und Glaube sind sehr private, intime, persönliche Bereiche; dessen sollten wir als Forscherinnen uns stets bewusst sein.
    Welche Einstellung wir persönlich zu Religionen im Allgemeinen oder im Besonderen haben, darf keine Rolle spielen.
    Ich habe den Eindruck, dass es unter Religionswissenschaftlern oft an Respekt fehlt. Einerseits vor den untersuchten Religionen und andererseits auch vor denen, die daran glauben. Die Tatsache, dass wir Wissenschaft betreiben, heißt nicht, dass wir mehr Recht haben als Andere! Noch weniger kann sie Legitimation dafür sein, den Glauben Anderer herabzusetzen oder ins Lächerliche zu ziehen.

  6. 06.03.2009 um 18:52

    Hallo hgluna,
    stimmt, ein Physiker hat es in dieser Beziehung sicherlich leichter. Wenn er den Spin von Teilchen erforscht, ist es egal, wie er sich zu ihnen verhält. Ob er das Phänomen gut oder schlecht findet, spielt keine Rolle.
    Religion hat dagegen, denke ich, immer etwas mit Werten zu tun. Und Werte zwingen uns dazu, uns zu ihnen zu positionieren – was bewusst oder unbewusst erfolgen kann.

  7. 17.03.2009 um 16:51

    Ein wirklich interessanter Essay! Und dass er Reflektionen darüber hervorruft, wie wir Religionswissenschaftler mit unserem Forschungs-Gegenüber umgehen sollten, macht die Sache noch besser!

    Zuviel Überheblichkeit gegenüber den religiösen Überzeugungen anderer schädigt ja sicher auch den wissenschaftlichen Zugang – man wird nicht verstehen, was man unbewußt als absurd vorgewertet hat. Unsere Aufgabe sehe ich daher schon auch daran, gerade die Phänomene sachlich zu erklären, die andere für nur lächerlich halten.

    M.E. ist es immer wieder angezeigt, auch die eigene (religiöse und/oder weltanschauliche) Position zu reflektieren, sich also auch selbst zu beobachten. Wissenschaftler sind keine Neutrums und sollten es auch nicht sein, sie sollten sich z.B. in Debatten einbringen – aber dabei mindestens so streng über die eigenen Vorannahmen wie über andere urteilen. ;-)

    Also, nochmal Danke für den frischen, lesenswerten und durchaus auch kontroversen Essay! Den Beobachtungen zur Propagierung eines sanften Neopaganismus (der z.B. „Details“ wie mutmaßliche Menschenopfer von Druiden u.ä. ausließ ;-) ) stimme ich zu, wobei ich mich daran erinnere, dass mir der Roman vor vielen Jahren dennoch sehr gut gefallen hat, nicht zuletzt wegen seiner reichen Sprache und interessanten Charaktere.

  8. Nina
    04.02.2011 um 14:06

    Das seh ich auch so. Und ich habe fast geheukt al Artus gestorben ist. Ich hätte es so chön gefunden wenn die zusammen gekommen wären.

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