„Ein Buch für alle, die sich nichts vormachen lassen”? Reaktionen zwischen Zustimmung, Skepsis und Ablehnung
von Jörn Brunke und Sina Gogolok
Das Forschungsprojekt – Anders als geplant
Zur Erinnerung: Wir zogen aus, um im Rahmen der Lesung des Ferkelbuches auf dem “Heidenspass-Festival” der Gegenveranstaltung zum 32. DEKT in Bremen Reaktionen einzufangen und die Akzeptanz des Buches als atheistischen Erziehungsbeitrag auszuloten. Hierfür wollten wir außer der teilnehmenden Beobachtung fokussierte Interviews mit Kindern durchführen und mit der Kamera aufzeichnen.
Die ursprüngliche Forschungsfrage war, wie die Kinder selbst auf das kontrovers
diskutierte Ferkelbuch reagieren bzw. ob es diese Zielgruppe überhaupt erreicht. Dieser Aspekt schien uns bei der Indizierungsdebatte zu kurz gekommen. Desweiteren erhofften wir uns Erkenntnisse über das atheistische Milieu, das ja derzeit dabei ist sich politisch zu organisieren.
Aber leider, wie schon von den Kollegen der Gruppe 1 berichtet, gab es kaum Besucher und noch weniger Kinder im Feld. Die einzige Gruppe von Kindern im Alter von ca. zwei bis fünf Jahren wurde bedauernswerterweise von wenig kooperativen Aufsichtspersonen überwacht, die trotz penetranter Bettelei ihre Schützlinge nicht in den Dienst der Wissenschaft stellen lassen wollten. So änderten wir das Vorgehen (und damit auch die Fragestellung) dahingehend, das wir mit unserem Ansichtsexemplar des Ferkelbuches jeden interviewten, der sich auf dem Festivalgelände fand und sich dazu bereit erklärte. So kamen sieben Interviews (drei davon Gruppeninterviews) zustande, wie in unserem zweiten Essay nachzulesen war.





Am 18.05.2009 trafen wir uns zum Interview mit Herrn Vespermann, Vikar in der
Meine Feldforschung begann also am Donnerstagvormittag, wobei ich als erstes die Messestände in Halle 6 besuchte. Es gab mehrere Stände und Ausstellungen zum Thema Klima auf dem ganzen Kirchentag verteilt. Ich habe mich jedoch im Besonderen auf die in Halle 6, welche sich auf dem Messegelände Bremen befindet, konzentriert. Dort verfolgte ich, in einer teilnehmenden Beobachtung, eine interessante Vortragsreihe zum Thema
Das Nachmittagsprogramm des Festivals sollte laut Programm um 14 Uhr beginnen, da der Besucherandrang aber eher schleppend anlief und die Organisation seitens der BAFU (“Bremer Atheisten- und Freidenker-Union”) noch nicht sonderlich vorangeschritten war, verzögerten sich „Kinderparty“ sowie die Lesung um eine Stunde. Um das gesamte Programm der Veranstaltung nochmal nachvollziehen zu können, möchten wir gerne auf
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