von Maria Wedekind
In der Sitzung am 20. April 2009 wurden insgesamt vier Texte vorgestellt und direkt im Anschluss jeweils eine kurze Diskussion angeregt. In diesem Essay werde ich zuerst kurz auf die Hauptthesen der einzelnen Texte eingehen und diese dann in einen Zusammenhang miteinander stellen. Im vierten Punkt widme ich mich den Diskussionen zu den Texten und betone dabei kontroverse Ansätze. Zum Ende des Essays fasse ich einem Fazit die Essenz zusammen.
1.Die Hauptthesen:
A) Ginsburg, Faye: Media Worlds- Anthropology on New Terrain:
Der erste Text aus dem Buch Media Worlds- Anthropology on New Terrain von Faye Ginsburg unterstreicht die Chancen und Bedeutungen der ethnographischen Untersuchung von Medien, ihren technischen Verbreitungen und Rezeptionen auf der ganzen Welt. Ginsburg zufolge haben die Medien, zu denen beispielsweise das Fernsehen genau wie das Radio zählen, eine soziokulturelle Relevanz bekommen und sie bieten eine ganz neue Möglichkeit der globalen Vernetzung. Die Medienethnographie überschreitet nun leichter territoriale Grenzen und ist nicht mehr wie zuvor die Ethnographie auf lokale Bereiche beschränkt.
Um Medien ethnographisch zu untersuchen sollte der Forscher nach Ginsburg besonders drei Fragen beachten:
- Wie sind die Medien in den Gedanken der Menschen?
- Wie nehmen die Menschen an ihnen teil?
- Wie nehmen die Menschen die Medien wahr?
Der Medienethnologe sollte sich dann den Medien selbst nähern. Dazu stellt Ginsburg eine Klassifizierung der Arten von Medien vor. Sie unterscheidet zwischen
- den gesteuerten Massenmedien, die den Zuschauer polarisierend lenken;
- der unabhängigen Kunst, die kreativ soziale Welten widerspiegelt;
- der sozialen Bewegung, die eine politische Einflussnahme anstrebt
- und den indigenen Medien, die die eigene Kultur als Abgrenzung zu anderen als Selbstdarstellung wiedergeben.
Ginsburg legt hier somit besonderen Schwerpunkt auf die Motivation, die hinter den jeweiligen Programmen der einzelnen Medien steht. Der Forscher sollte sich die Frage stellen für wen, von wem und zu welchem Zweck die Medien produziert wurden. Besonders interessant ist für sie auch die transnationale Subjektifikation, unter der sie das Phänomen versteht, bei dem Immigranten häufig durch traditionelle Musik, oder die Einstellung der Programme aus ihrem Ursprungsland versuchen ihre Kultur beizubehalten. weiterlesen ‘Zusammenfassung der behandelten Theoriemodelle zu Medienethnologie’










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